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im rahmen der ausstellung »ARCO 2006-POSTMEDIALE KONDITION« | 15.11.2005–15.01.2006 | neue galerie am landesmuseum joanneum | graz +++
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»POSTMEDIALE KONDITION«: österreich ist weltweit bekannt für seine leistungen im bereich der medienkunst. österreich hat aber auch innerhalb dieses feldes eine eigene richtung hervorgebracht, die international immer dominierender und aktueller wird. diese tendenz könnte man als postmedialen zustand bezeichnen. der augenblick wäre also sehr günstig auf einen der bedeutendsten internationalen foren eine bewegung aus österreich vorzustellen, die einen internationalen diskurs von höchster aktualität sowohl durch den namen des themas wie die namen der künstler präzise darstellen würde. dieser postmediale zustand ist durch zwei phasen definiert: 1. die gleichwertigkeit der medien und 2. das mischen der medien … [auszug aus dem konzept]. kuratorinnen: ELISABETH FIEDLER, CHRISTA STEINLE, wissenschaftlicher beirat: PETER WEIBEL.
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GRAF+ZYX 05 | »DER SCHLAEFER, DIE LARVE, … \unddiezeit\« V.2.0 | mixed-media-installation | dauer des videoloops 27:54 min. |
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vorwort: diese installation ist wie viele unserer arbeiten nicht als konkret fassbares, geschlossenes kunstwerk konzipiert, mit der spekulativen aufgabe, linear und schnell zu entschlüsselnde und reverbalisierbare botschaften und inhalte zu transportieren [diese durch codierung aufwertend], sondern in erster linie als konstruktion eines ambientes, eines mutierenden stimmungsbilds, das fast immer das ergebnis einer zunächst ungefilterten innenschau ist, die ohne ausreden und ohne umweg über referenzen und rezeptionserleichternde [pseudo-]sinngebung ausschließlich unter verwendung authentisch eigenproduzierter materialien in optische und akustische formensprache umgesetzt wird.
unser künstlerisches interesse lag immer schon in der erfindung künstlicher situationen und räume unter anwendung der neuen medien wie video, fotografie und musik, aber auch der traditionellen bildnerischen techniken, gleichzeitig ist unser gestaltungsprinzip immer unter die prämisse »ästhetisierung des alltags« gestellt, was konkret heisst, dass der künstler in reale alltagssituationen soweit eingreifen muss, dass diese ihre bedeutung für den alltag verlieren und durch diesen radikalen und massiven eingriff neue ästhetisch-inhaltliche qualitäten entstehen.

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installationssituation : neue galerie am landesmuseum joanneum | graz
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die prägnanteste auffälligkeit des raums ist seine länge [10 m] und seine dazu proportional geringe raumtiefe [ca. 3,3 m] und raumhöhe [1,90/gewölbe 2,90 m]. gegenüber dieser langen wand sind fast zentral die eingangstüre und links und rechts davon je 1 fenster. um diese architektonische auffälligkeit für die medieninstallation optimal nutzen zu können und zu verstärken, wird an der längseite ein 9 m langes, 1,75 m hohes »luftobjekt« montiert und von 4 lüftern angetrieben. so soll der eindruck einer »in den raum drängenden instabilen front« entstehen. um die bewegte wand bei dieser geringen raumhöhe und projektionsdistanz effektiv bespielen zu können, müssen mindestens drei videoprojektionen aneinandergereiht werden.
als kontrast zur bewegung werden – als zitat einer »ikonografie des stillstands« – axial zusätzlich zwei bildfahnen [je ca. 0.9 x 1,60 m] links und rechts neben der tür platziert.
eine verklebung von [tür und] fenster [bis auf sehschlitze] würde die enge des raums und die klaustrophobe situation [verursacht durch die in den raum drängende bewegung des objekts und der projektionen sowie den lärm der installation] noch verstärken und für den betrachter von außen den einblick in eine »verbotene zone« suggerieren.

der musik-videoteil zur installation wird also um das video [B] erweitert und besteht jetzt aus den komponenten DVD A: zentralvideo und transporter der bildgeschichte mit musik und DVD B. in dem für die installation der »DER SCHLAEFER, DIE LARVE, …\unddiezeit\ V.2.0« zusammengestellten videoprogramm werden musikvideos aus »DER SCHLAEFER, DIE LARVE, … \unddiezeit\« [2005] mit teilen aus der neuen produktion für 2006 – »VASARELY und die TURBULENZ« – zu einem halbstündigen, hybriden mix zwischen musikvideoclip und experimentalvideo kombiniert. das »ZENTRALVIDEO« wird mit einem speziell auf die besondere raumsituation in graz abgestimmten linken und nach rechts gespiegelten »SEKUNDÄRVIDEO« zu einer triple-projektion erweitert.

PRESSE

KATALOG [1.444 KB]




bildfahnen #01+#02. rechts: projektion auf das »kinetische luftobjekt #03«. foto © GRAF+ZYX/VBK

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die voraussetzung zur erzählung »DER SCHLAEFER, DIE LARVE … \unddiezeit\« findet sich in zwei divergierenden wissenschaftlichen thesen, die über einen längeren zeitraum als gesichert galten:
»die absolute, wahre und mathematische zeit verfließt an sich und vermöge ihrer natur gleichförmig und ohne beziehung auf irgendeinen äußeren gegenstand.« [isaac newton, »mathematische prinzipien der naturlehre«, 1687] und der entgegnung [aus dem 20. jahrhundert] darauf:
»dieser absolute zeitbegriff hatte bis zur formulierung der speziellen relativitätstheorie im jahre 1905 gültigkeit. er liegt auch heute noch dem menschlichen alltagsempfinden des phänomens zeit zugrunde. durch die entdeckungen in zusammenhang mit der relativitätstheorie musste dieser absolute zeitbegriff aufgegeben werden.
so beurteilen beobachter, die sich relativ zueinander bewegen, zeitliche abläufe unterschiedlich. das betrifft sowohl die gleichzeitigkeit von ereignissen, die an verschiedenen orten stattfinden, als auch die geschwindigkeit des zeitlichen ablaufs.
da kein absolut ruhendes koordinatensystem definierbar ist, gibt die frage, welcher beobachter die situation korrekt beurteilt, keinen sinn. man ordnet daher jedem beobachter seine so genannte eigenzeit zu. ferner beeinflusst die anwesenheit von massen den ablauf der zeit, so dass sie an verschiedenen orten im gravitationsfeld unterschiedlich schnell verstreicht.«*
damit ist newtons annahme, die zeit verflösse ohne bezug auf äußere gegenstände, nicht mehr haltbar und da unsere gesellschaft noch nicht am ende der zeit und ihrer wissenschaftlichen forschungen angekommen ist, bedeutet dies, dass noch viele neue interessante theorien zu raum und zeit – entwickelt und wieder verworfen – ihren eingang in diese geschichte finden werden. *zitate aus:» zeit« [wikipedia, der freien enzyklopädie]
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»der schläfer, die larve, … \unddiezeit\«. 1|1 2 3 4 aus »1000 variationen aus dem leben eines lüfters«. © BILL WYMO [the snake 2005]
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VARIATION 1 | 1 2 3 4
DIE RICHTUNGEN DER ZEIT. ZUR SYMMETRIE DER BEIDEN RICHTUNGEN DER ZEIT: DIE GRUNDGESETZE DER PHYSIK, DIE PHÄNOMENE UNSERES ALLTAGS BESCHREIBEN, SIND INVARIANT BEZÜGLICH EINER INVERSION DER ZEIT. DAS BEDEUTET, DASS ZU JEDEM VORGANG, DER DIESEN GESETZEN GEHORCHT, AUCH DER ZEITUMGEKEHRTE IM PRINZIP MÖGLICH IST.

»kreuzen sie die zeit! dies ist ein befehl.« sagte der schläfer zur larve. als sie das bewusstsein wiedererlangte stellte sie mit entsetzen fest, dass sie im dichten gestrüpp gefangen war. in einem ersten anfall von verzweiflung versuchte sie durch drehen und winden des körpers, sich aus dieser umklammerung zu befreien – ohne erfolg! systematisch steigerte sie daraufhin die intensität ihrer bewegungen bis an ihre physische leistungsgrenze, und während der knirschende lärm ihres gequälten raumanzugs rhythmisch durch die fremde nacht hallte, wuchs in ihrem kopf – in komposition mit ihren lauten atemgeräuschen – die angst zu einem cluster der panik. gerade in dieser zeiteinheit der höchsten anstrengungen kam eine lose formation jagender deltaflieger über den roten nachthimmel auf sie zu. »aasfresser« zischte sie verächtlich bevor sie sich in eine unauffälligere haltung zurückzog. sie musste das neuerlich aufsteigende grauen schnell wieder verdrängen – wenn sie sich und ihren starren panzer nicht bald aus dieser falle befreien konnte, hatte sie – so hilflos ausgeliefert wie sie jetzt war – nicht mehr lange zu leben. vorsichtiger geworden und um zu einer besseren einschätzung ihrer situation zu gelangen, drehte sie nun millimeterweise – wie in zeitlupe – nur den kopf und erkannte sofort, dass sie nur durch diese von ihr bewusst eingeführte zeitdehnung ihre überlebenschancen erheblich steigern konnte. »kreuzen sie die zeit!« immer wieder schlich sich die erinnerung an diesen verhängnisvollen befehl in ihr gehirn.


VARIATION 1 | 1 2 3 4
DAS FLIESSEN DER ZEIT. IM RAHMEN DES FORMALISMUS DER BESCHREIBUNG VON ANTIMATERIE SIND ANTITEILCHEN GLEICHWERTIG ZU GEWÖHNLICHEN TEILCHEN, DIE SICH IN GEWISSEM SINNE RÜCKWÄRTS IN DER ZEIT BEWEGEN. IN DIESEM SINNE HAT DIE PAARVERNICHTUNG VON EINEM TEILCHEN MIT SEINEM ANTITEILCHEN EINE FORMALE ÄHNLICHKEIT MIT EINEM EINZIGEN TEILCHEN, DAS SICH AN DIESER STELLE IN DIE VERGANGENHEIT ZURÜCKZUBEWEGEN BEGINNT, SO DASS ES DORT DOPPELT UND IN DER ZUKUNFT GAR NICHT EXISTIERT.

eine exaktere untersuchung ihrer umgebung wurde aber – während der angstschweiss ihren raumanzug durchnässte und ihr ungehindert über das gesicht lief – durch die wiederkehrende erinnerung an seinen absurden befehl und ihren unnatürlich lauten herzschlag immer wieder verhindert. so konnte sie zwar in der ferne unscharf beide raumtransmitter ausmachen und auf den ersten blick schienen die kuben auch unversehrt. bei einem erkannte sie sogar ein flackern des hauptbildschirms, und auch ein brummen der generatoren glaubte sie zu hören, der rest des raumers allerdings war so leicht nicht wieder als das modernste flaggschiff der galaxie, als überlichtschneller tachyonengleiter, zu identifizieren – wenn überhaupt noch als brauchbare technische konstruktion. begleitet vom lärm des sterbenden materials ragten seine starren fragmente wie moderne kultobjekte in den himmel und schienen doch in ihrer form erschreckend instabil, als ob der gestörte ablauf der zeit im gravitationsbereich seiner überschweren masse zu dieser erscheinung führte, oder war es bloss der schweiss in den augen, der ihre wahrnehmung trübte und in ihrem kopf dieses subjektive phänomen entstehen liess? welche chancen hatte sie, diesen teil des raums zu verlassen, wenn tatsächlich die zeit ausserhalb ihrer mentalen kontrolle auseinanderdriftete und der ursprüngliche und der durch die zeitreise modifizierte ablauf der dinge sich parallel und unabhängig voneinander entwickelten?


VARIATION 1 | 1 2 3 4
DER VERLUST DER ZEIT. IN DER LOOP-QUANTENGRAVITATION, EINEM KANDIDATEN FÜR DIE THEORIE DER QUANTENGRAVITATION, GEHT MAN DAVON AUS, DASS DAS GEFÜGE DER RAUMZEIT EIN VIERDIMENSIONALES, SCHAUMARTIGES SPIN-NETZWERK DARSTELLT MIT »BLASEN« VON DER GRÖSSENORDNUNG DER PLANCK-EINHEITEN. ALLERDINGS DARF MAN SICH DIESEN »SCHAUM« NICHT IN RAUM UND ZEIT EINGEBETTET VORSTELLEN, SONDERN DER SCHAUM IST IN DIESER THEORIE RAUM UND ZEIT.

beim grübeln über die wahrscheinlichkeit all dieser theorien und deren folge erfasste sie totale mutlosigkeit. um sich abzulenken und um ihre situation neuerlich zu überprüfen versuchte sie – mit grosser mentaler anstrengung – noch andere objekte ihrer umgebung auszumachen und mit ihren augen zu fixieren. ein absolut hilfloses unterfangen bei einem um 180 grad verdrehten blickwinkel, dem gewirr vertrockneter zweige und blätter vor dem gesicht und dem gegenlicht der flimmernden morgenröte. da erkannte sie einfach nichts! ausser ihrem eigenen technikschrott und ein paar erdhaufen gab es in dieser kargen umgebung nicht viel zu sehen. entweder war da nie etwas gewesen oder sie hatten alles leben durch ihren einbruch in dieses bionetzwerk ausgelöscht. zu all ihrer verzweifelten erschöpfung versagte auch noch der druckausgleich ihres schutzanzugs und sie hatte durch das in den kopf sinkende blut ein gefühl als ob ihr die augen förmlich seitlich aus dem kopf herausgedrückt würden. in dieser unbequemen situation gefangen musste sie sich eingestehen, dass sie sich allein in einer absolut lebensfeindlichen zone befinden musste. wenig bewuchs, einöde, keine erkennbaren biomassen weit und breit, also keine fremde hilfe zu erwarten und sie – just im einzigen gestrüpp des universums – gefangen! da sollte noch einer sagen, dass die krümmung des raums keinen einfluss auf die persönliche gegenwart habe.


VARIATION 1 | 1 2 3 4
DAS STEHEN DER ZEIT. IM DREIDIMENSIONALEN RAUM IST DIE WAHL DER DREI KOORDINATENACHSEN WILLKÜRLICH, SO DASS BEGRIFFE WIE LINKS UND RECHTS, OBEN UND UNTEN, VORNE UND HINTEN RELATIV SIND. IN DER SPEZIELLEN RELATIVITÄTSTHEORIE STELLT SICH NUN HERAUS, DASS AUCH DIE ZEITACHSE NICHT ABSOLUT IST.

die zeit dehnte sich bis zum stillstand, aber trotzdem vergingen tage und nächte und zu ihrem pech hatte sich ihre situation in den letzten tagen subjektiv nur noch verschlechtert. taumelnd zwischen schlaf, erschöpfung und mutlosigkeit flüchteten sich ihre gedanken in mathematische berechnungen und um dem nagenden hunger, dem schmerz und der aufwallenden verzweiflung zu entgehen, hielt sie von zeit zu zeit die luft an bis ihr schwarz vor den augen wurde und sie in eine wohltuende ohnmacht fiel.
unberührt von ihrem persönlichen schicksal wurden in der zwischenzeit von der natur alle meteorologischen erscheinungen wie wolkenbruch, hagel, darauffolgende hitze und sturm in schöner reihenfolge abgehandelt und so konstatierte sie in einer phase des wachzustands mit erstaunen, dass das material ihres anzugs unter diesen umwelteinflüssen erheblich gelitten hatte, verschlissen, geschrumpft, teilweise geplatzt war. die hoffnung auf eine art selbstbefreiung war nun ein durchaus realistischer gedanke. ihr gefängnis war ebenfalls noch karger geworden, aber durch den verlust des blätterdachs hatte sich ihr persönlicher gesichtskreis erheblich erweitert. so konnte sie jetzt dinge der umgebung erkennen, die bisher ihrer wahrnehmung verborgen gewesen waren. wie sie aus ihrem nun erweiterten blickwinkel erkennen konnte, hatte die harte landung auch ihn aus dem raumer geschleudert. deutlich konnte sie seinen bewegungslosen, grossen körper inmitten der trümmer liegen sehen. kein atemgeräusch, keine regung, kein lebenszeichen, nichts deutete auf einen noch intakten, funktionstauglichen organismus hin. so starr hatte sie ihn noch nie erlebt, eine gewaltige, graue, unbewegliche masse, auf jeden fall zu gross für eine problemlose translocation – wie ein riesiges jausenpaket! mit dieser tröstlichen erkenntnis und dem verspüren eines schwachen luftzugs auf ihrer schulter schlief sie mit einem lächeln auf den lippen wieder ein.


VARIATION 1 | 1 2 3 4
ZEIT UND KAUSALITÄT. IM RAHMEN DER RELATIVITÄTSTHEORIE WIRD DIE ZEITLICHE REIHENFOLGE ZWEIER EREIGNISSE, DIE AN VERSCHIEDENEN ORTEN SCHNELL GENUG AUFEINANDER FOLGEN, VON RELATIV ZUEINANDER BEWEGTEN BEOBACHTERN UNTERSCHIEDLICH BEURTEILT.

durch die ritze im boden konnte er den gesamten raum überblicken. nur wenige minuten nach dem anruf waren bereits die ersten eingetroffen. ihre einzige tätigkeit von diesem zeitpunkt an bestand in der systematischen zerstörung seiner kunstvollen anordnungen und arrangements. er konnte sich nicht vorstellen, was sie an den molekularen strukturen so reizte, was sie bei ihrer genauen untersuchung zu finden hofften. noch nie hatte er sich so machtlos in die plötzlich veränderten gegebenheiten verstrickt gefühlt wie gerade jetzt – obwohl, hätte er nicht schon von beginn an, fast wie in trance, stetig an der konstruktion und verbesserung seines sicherheitssystems gearbeitet, wäre er schon längst in ihre hände gefallen und alles wäre vorbei gewesen. so lag er zwar bewegungslos unter dem niveau in seinem tunnelsystem versteckt, aber er war relativ sicher und wenn sie wieder abzögen, könnte er sein leben so weiterführen wie gewohnt. die geräusche der besucher wurden immer lauter, ihr lachen steigerte sich zu einem unappetitlichen, lebensbedrohlichen chor und ihre stampfenden bewegungen versetzten den boden in gefährliche schwingungen. um diesem aufdringlichen lärm zu entgehen, zog er sich noch mehr in sich selbst zurück und liess seine gedanken um den ausgangspunkt kreisen. eigentlich hatte er nur die absicht gehabt, mit ein paar freunden einen schönen tag zu verbringen. schallplatten hören, fernsehen, bier trinken, fachsimpeln und philosophieren, alles nutzlose, aber höchst erholsame tätigkeiten. dann kam der anruf! ab diesem moment war die situation unkontrollierbar eskaliert und sein persönliches kontinuum hatte einen riss.

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MUSIK-VIDEOTEIL
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06:23
1A der schläfer, die larve, … \unddiezeit\ : 1B winter in 3D 1998
what do you live for [TRUST NO WOMAN 1981 : LP]

02:32
2A »kreuzen sie die zeit! dies ist ein befehl« sagte der schläfer zur larve : 2B 1000 variationen aus dem leben eines lüfters
i look out [GRAF+ZYX 77–82 : CD-R audio]

01:12
3A roter rot 1981 : 3B 1000 variationen aus dem leben eines lüfters
prima causa [OBSESSIVE VOGUE 82 : CD-R audio]

04:27
4A hey you V.2.0 [nominiert für die »VIPER | INTERNATIONAL AWARDS 2005«] : 4B 1000 variationen aus dem leben eines lüfters
hey you [TRUST NO WOMAN 1981]

02:04
5A messerschnitt : 5B messerschnitt asymmetrisch
WTW T2 09 [WIEN-TOKYO-WIEN : 1984 | CD-R audio]

04:35
6A vasarely rauft sich das haar – vor der leinwand : 6B 0X – SW
sister green eye [TRUST NO WOMAN 1981]

04:42
7A voegel fliegen : 7B rotes wasser – grünes wasser 1998
get away darkside [ROTER ROT | GRAF+ZYX 77–82]

01:00
8A lauft 1981 : 8B trifft 1983
miniatur [GRAF+ZYX 77–82]

konzept, kamera, darsteller, grafik, animation, produktion und ©: GRAF+ZYX 2005
fotomaterial 1887–2005, filmmaterial 1979–2005. komposition, text, arrangement, instrumente, stimmen, produktion und ©: GRAF+ZYX 1981–2005

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